Die Alchimar - Lernen zu leben


Die Alchimar - Lernen zu leben

Artikel-Nr.: 9783956670299

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Wissen Sie noch, wie es war, ein Teenager zu sein? Kein Kind mehr, aber auch noch nicht wirklich ein Erwachsener? Die Irrungen und Wirrungen, die damit einhergehen? Wie anstrengend war doch diese Zeit, oder nicht?
Da stand er, groß und durchtrainiert, mit einem Lächeln, das Maja die Knie weich werden ließ. „Guten Abend, du bist Maja, oder? Entschuldige meine Verspätung, ich wurde aufgehalten.“ Bevor seine Worte bis in ihr Bewusstsein vorgedrungen waren, schob er sich an ihr vorbei und ließ die Tür ins Schloss fallen. Majas Herz machte einen Freudensprung in ihrer Brust, Leon kannte ihren Namen, wusste, wer sie war. „Wie ich sehe, ist hier ja schon mächtig was los. Wo bekomme ich etwas zu trinken?“ Wortlos deutete Maja in Richtung der Küche. Verdammt, sprich endlich mit ihm, schalt sie sich selbst in Gedanken, während sie wie auf Wolken hinter dem jungen Mann her schwebte.
Auch Maja kämpft mit dem Erwachsenwerden und immer wieder stellt sich die Frage, wo ihr Platz im Leben sein wird. Allerdings drängt die Zeit, denn die mittlerweile ebenfalls den Kinderschuhen entwachsenen Splitter stellen das Leben der Menschen in der Unteren Welt gehörig auf den Kopf.
Alame seufzte bekümmert auf und blickte sich erneut um im Saal, als hoffte sie, einer der Alchimar könnte ihr eine Antwort auf die vielen offenen Fragen geben. Doch die Jugendlichen blieben stumm und warteten darauf, dass die Älteste wieder zu sprechen begann. Alames Blick fiel auf Maja und sie nickte ihr kaum merklich zu. Das Herz des Mädchens schlug für einen kurzen Augenblick schneller. „Wie ihr seht, können wir noch immer nicht wirklich etwas vorweisen, um euch das Leben in der Unteren Welt zu erleichtern. Es betrübt mich, Tag für Tag zu hören, dass die Übergriffe der Splitter immer heimtückischer und gewalttätiger werden. Mir bleibt nichts anderes übrig, als euch Glück zu wünschen und zu danken, dass ihr ein solches Durchhaltevermögen an den Tag legt, um so viele Splitter wie möglich zu neutralisieren.“
Doch was ist, wenn die Ereignisse sich überschlagen und eine Alchimar beginnt, sich selbst infrage zu stellen und wenn die einzige Person, die helfen könnte, einfach nicht auffindbar ist?
Als sich endlich die kleine Türe hinter der Empore öffnete, ging ein Aufatmen durch die Menge. Alame würde ihnen sicher die Situation erklären und ihnen die Angst nehmen. Die Mitglieder des Rates betraten einer nach dem anderen die Empore und ließen sich schnell und leise auf ihre Kissen sinken. Nur das zwölfte Kissen blieb leer. Irritiert beobachtete Maja die unauffällige Tür. Wo blieb Alame? Unruhe machte sich breit und ein Flüstern schlich sich von Reihe zu Reihe. Warum war die Älteste nicht erschienen? Was ging hier vor?
Was ist, wenn Sie versuchen, eine Entscheidung für ihr weiteres Leben zu treffen und sie bekommen folgende Antwort von ihrem Gefährten:
„Eine Alchimar zu sein ist keine Entscheidung, die du triffst. Du bist als Alchimar in dieses Leben gekommen und du wirst immer eine sein.“
Würden Sie sich fügen und Ihre Pflichten im Auge behalten? Was wird Maja dazu gesagt haben? Fragen wir sie doch, in „Die Alchimar – lernen zu leben“, dem zweiten Band der Alchimar-Reihe.

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